Coral nahm pro 15 Gramm Kohlenhydrate eine Einheit schnell wirkendes Insulin ein. Sie war mit den Ergebnissen nicht ganz zufrieden gewesen. Manchmal war ihr Blutzuckerspiegel höher oder niedriger als erwartet. Bei näherer Betrachtung wurden mehrere Probleme festgestellt:
- Sie gab sich Mühe, hatte aber Lücken in ihrer Genauigkeit. Sie hat nie die Kohlenhydrate in stärkefreiem Gemüse wie grünen Bohnen und Brokkoli gezählt. Coral wurde im Alter von 9 Jahren diagnostiziert und zu dieser Zeit aß sie nicht wirklich viel Gemüse, also sagte ihr Diabetes-Team ihrer Familie, dass Gemüse „kostenlos“ sei.
- Ein weiteres Problem: Niemand hatte ihr jemals gesagt, dass sie beim Lesen von Lebensmitteletiketten die Ballaststoffe von den Gesamtkohlenhydraten abziehen solle. Sie ist jetzt 28 Jahre alt und isst viel Gemüse und Vollkornprodukte. Nach fast 20 Jahren Diabetes hielt sie einen Messbecher für überflüssig. Was sie „eine Tasse“ Reis genannt hatte, war allmählich größer geworden. Sie trank leicht 11⁄3 bis 1-1/2 Tassen und dachte, es sei nur eine Tasse. Ungenauigkeiten bei der Kohlenhydratzählung bedeuteten, dass sie nicht die richtigen Insulindosen erhielt.
Coral setzte einige Tipps zum Kohlenhydratzählen um und kehrte drei Monate später zur Nachuntersuchung zurück. Ihr Blutzuckerspiegel hatte sich verbessert und war vorhersehbarer, sodass sie sich sicherer und selbstbewusster fühlte. Sie untersuchte, wie man die Genauigkeit mit einer Lebensmittelwaage weiter verbessern kann, und identifizierte Apps und Online-Ressourcen, um die Kohlenhydrate in gemischten Gerichten und ethnischen Lebensmitteln zu zählen.