Einige Bierstile passen nicht perfekt in die Kategorien Ale und Lager, weil Brauer die Zutaten und Prozesse beider Kategorien in einem Bier mischen. Zum Beispiel kann ein Brauer eine Bierhefe verwenden, aber eine Lagergärungstemperatur.
Wo passen Hybriden wie die folgenden in den Bierstammbaum? Stellen Sie sich einen exotischen, mysteriösen, weitgereisten Onkel vor: ein bisschen abseits der Charts, nicht jedermanns Geschmack, aber mit einer definitiven Anziehungskraft für einige von uns.
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Altbier: Altbier ist ein deutsches Ale (in der Tat ein seltener Vogel). Alt bedeutet alt und bezieht sich auf die Tatsache, dass das Bier auf die alte Art vergoren wird – mit obergärigen Ale-Hefestämmen. Moderne Altbier werden warm wie Ales vergoren, aber kalt wie Lagerbier gereift. Das typische Altbier ist malzig mit einem durchsetzungsfähigen Gaumen und einer ordentlichen Portion Hopfenbittere, obwohl die Hopfenmischung (weil sie komplex ist) von Brauerei zu Brauerei unterschiedlich ist. Düsseldorf gilt als Zentrum der Altbierproduktion.
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California Common Beer (früher bekannt als Steam Beer): Wie sein Steam-Vorgänger hat dieses Bier einen mittleren Körper, einen toastigen und malzigen Gaumen und eine ziemlich aggressive Hopfenpräsenz in Aroma, Geschmack und Bitterkeit. Das California Common Beer wird mit Lagerhefe warm vergoren.
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Cream Ale: Cream Ale ist eine leichte, durch und durch amerikanische Erfindung. Da amerikanische Brauer weiterhin leichte Ales herstellten, versuchten sie, sie mit längeren und kälteren Gärungen herzustellen, wie es bei Lagerbier der Fall war (diese Ales wurden auch von der Einführung von Zusatzkörnern nicht verschont). Das resultierende Bier ähnelt amerikanischen Lagerbieren und wird oft für sein offensichtliches, kitschiges Aroma und seinen Geschmack sowie einen milden, parfümiert-süßen Getreidegeschmack bekannt. Cream Ale hat eine blasse Farbe und einen hohen Kohlensäuregehalt.
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Kölsch (grob ausgesprochen kelsh ): Die Benennung nach der Stadt Köln weist darauf hin, dass das Bier im traditionellen Stil dieser Stadt gebraut wurde. Kölsch wird als Ale mit obergärigen Hefestämmen gebraut, aber einer Kaltgärung unterzogen. Es ist merklich blass und trüb, teilweise durch die Zugabe von Weizen, aber meistens durch Unfiltrierung. Am Gaumen ist Kölsch sauber mit leichter milchiger (milchiger) Säure, relativ dünn und nicht sehr kräftig. Seine mittlere Hopfenbittere wirkt austrocknend. Insgesamt ist Kölsch eine erfrischende, sommerliche Biersorte.